"LOCO"
 
 
Copiapo 16.02.2017
 
Di. 14.02.17 – Nach einem Ceviche zu Mittag starten wir Richtung Laguna Sta. Rosa. Auto Vollgetankt, das Ziel der Vulcan Copiapo. Nach den Unwetter im letzten Monat sind die Straßenarbeiter auf gewissen Abschnitten recht fleißig, jedoch geht es ohne Verzögerungen gut dahin, sind es doch knapp 300km bis zum Berg. Wieder eine dieser Baustellen durchfahren, deutet ein Vermessungsmann auf meinen linken Vorderreifen. Hatten wir in Calama und Arica nie Probleme mit den Reifen, hier sollte es anders sein, Reifenwechsel und dann, weiterfahren oder zurück nach Copiapo? Wir malen den Teufel nicht an die Wand und fahren weiter, sind es doch knapp 200Km zurück bis Copiapo! Vorbei an der Laguna Sta. Rosa bis zur aufgelassenen Mina Marte, ehemals eine Goldmine. Dann kurz danach zweigen wir ab in die Quebrada Villalobes, markiert mit einem Straßenschild und entspr. Strassennummer – C-601! Wir folgen dieser Piste die dann nach ein paar Kilometer an einem quasi Biotop zu Ende ist. Autospuren gehen weiter und der Cerro Copiapo ist vor uns. Dann Bei gut 4600m ist dann an einem Felsriegel das fahren zu Ende. Zelt errichten und eine gute Nacht.
 
Copiapo Copiapo
Vulcans Copiapo von Norden Autospuren führen uns bis zu diesem Felsriegel auf gut 4600m
 
Mi. 15.02.17 – Obwohl wir wissen dass wir hier auf der Nordroute und nicht auf der Ostroute gelandet sind, und wissen dass der Aufstieg zum Gipfel doch 1500Hm sein werden, warten wir auf die Sonne, die gegen 8:00 Uhr auftaucht. Das übliche Prozedere, Kaffee kochen mit der Esspressomachine, ein Biss vom Panatone, Rucksack, Bergschuhe, .....!
 
Copiapo
 
Um 9:00 Uhr starten wir, zuerst einmal 2 Std. Den langen Rücken bis an den Fuss des Copiapo. Hier sind wir auf ca. 5100m und der eigentliche Aufstieg beginnt. Durch die Breite Rinne, immer rechts haltend kommen wir auf den Nordgrat und zu den ersten Inkaruinen. Nach gut 5 Std. Aufstieg sind wir auf dem „Cerro Copiapó 6.052m“ LOCO Nr. 54!
Die Aussicht hervorragend, sieht man doch sechs der zehn höchsten Gipfel der Anden, der Wind jedoch unangenehm kalt, stark und dadurch eher lästig.
 
Copiapo Copiapo
Bilder vom Aufstieg... Über den langen Rücken an den Fuß des Berges
Copiapo Copiapo
   
Copiapo Copiapo
   
Copiapo Copiapo
   
Copiapo Copiapo
Im Hintergrund die Tres Cruzes wo wir vor einem Jahr waren  
Copiapo Copiapo
  Zum Wohl! ....Loco 54...
 
Wir sehen von oben auch die vielen alten Mienenstrassen auf der Süd- und Westseite und dadurch wird die schöne Nordroute, der Weg der Inkas wenig begangen. Die Anstiege von diesen Seiten sind doch wesentlich kürzer und einfacher. In der Refugio bei der Laguna Sta. Rosa hängt sogar ein Plakat mit den notwendigen Koordinaten für die Offroader!
 
Nach doch 15 Minuten auf und um den Gipfel gehen wir etwas verkürzt (durch den Schotter sehr sanft) der Aufstiegsroute entlang zurück zum Lagerplatz wo wir doch nach insgesamt 7 Std. ankommen. Wir bauen das Zelt ab und nachdem für uns hier in der Puna de Atacama es eigentlich keine Ziele mehr gibt, wollen wir zurück nach Copiapo. Wir fahren mit dem Gedanken im Hinterkopf kein weiteres Reserverad zu haben, eher zurückhaltend. Nach ca. 1 ½ Std. sage ich zu Sylvia, immer noch kein Auto auf dieser Route gesehen und bei den nächsten Linkskurven bemerke ich das Fehlverhalten des Pickup! Reifenschaden HR! Nachdem ich ja öfters auch F1 ansehe, weiterfahren - eben nur im Ersten Gang. Bei einem Lagerplatz von Baumaschinen ist zwar ein Aufpasser aber ohne Möglichkeit irgend etwas zu Verwenden, seine Erklärung – Telefon funktioniert in diesem Tal nicht, ca. 1 Kilometer weiter sollte es eine Hütte geben, wo fast immer eine schwarze Camioneta stehe. Wir "mühen" uns im Schrittempo weiter, kein Fahrzeug! Der Reifen ist eh schon kaputt und wir schaffen doch über 15km, dort dann drei Hütten und ein entspr. Fuhrpark von Baumaschinen. Die Hilfsbereitschaft überragend, das alles zu berichten wäre zuviel, Tatsache ist dass wir kurz vor Mitternacht in Copiapo sind.
 
Copiapo Copiapo
Der Aufstiegsroute entlang zurück Quebrada Villalobos mit Cerro Copiapo
Copiapo Copiapo
Abzweigung zur Route der Incas F1 in der Atacama! Dann waren es nur noch drei Räder die funktionierten!
 

In Summe gesehen, diese vier Wochen hier in Chile, mit der Besteigung von insgesamt 9 Gipfel über 6000 m, und den doch wiedrigen Verhältnissen, ein toller Erfolg. Somit fehlen in diesem Projekt LOCO noch sechs Gipfel bis zu den angestrebten 60 Stück!

 
Es ist eben doch entsprechend aufwendiger als in den Alpen, denke ich z.B. an die Venediger – Kronentour wo du unter einer Runde gleich 5 Dreitausender besteigst, oder ans Breithorn im Wallis mit der Überschreitung gleich 4 Viertausender ins Tourenbuch schreibst!
 

Wir werden am Samstag dann mit dem Nachtbus nach Santiago fahren und schauen dass wir die nächste Woche einen Flug nach Europa bekommen!

 
Hasta Luego aus Copiapo – Wilfried
 
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Copiapo 14.02.17
 

Mi. 08.02.17 – Am vergangenen Sonntag sind wir über Nacht von Calama nach Copiapo per Bus. Die drei Tage zur Erholung haben uns recht gut getan, den Geburtstag von Sylvia mit einem guten Essen gefeiert.

 
Do. 09.02.17 – Der Picup beim Autovermieter abgeholt, noch ein paar Lebensmittel eingekauft, und wir fahren über Diego de Almagro in die Puna de Atacama – Paso San Francisco Nord. Auf der Route zur Solar de Maricunga bei La Ola zweigen wir Richtung Osten ab. Nach einer etwas wilden 30km langen Fahrt kommen wir zu den Termas de Juncaito. Zu unserer Überraschung sind dort Ranger vom Nationalpark Tres Cruzes und werden über Nacht eine Vogelzählung vornehmen. Auf unsere Frage wie man hier in dieser Sackgasse an den Cerro Sierra Nevada kommt können sie uns aber nicht weiter helfen. Der Hinweis dass dort hinten die schneebedeckte Spitze der Berg sei den wir suchen war das Einzige. Wir fahren dann ca. 2km zurück und finden da alte Autospuren, fahren denen nach und bald erreichen wir eine riesige Hochebene und haben den Berg vor uns. Nun heißt es ohne sich im Sand einzugraben diese zu Überqueren, und siehe da, am Fuß des Sierra Nevada gibt es sogar eine alte Mienenstrasse. Auf dieser, mit etwas Mühe erreichen wir eine Höhe von knapp 5000m auf der Südseite. Unser Lagerplatz!
 
Sierra Nevada
Sierra Nevada
Sierra Nevada Sierra Nevada
Termas des Juncaito BC ca. 5000m
 
Fr. 10.02.17 – Nach einer recht kalten, windigen Nacht, Sylvia hat kaum geschlafen, starte ich dann im Alleingang Richtung Gipfel. Überhaupt keine Spuren von irgend welchen Bergsteigern sind zu finden, ist doch die Route auf den Berg von Westen beschrieben. Macht nichts, ist ja gute Sicht und somit dürfte das kein Problem sein. Starker, kalter Wind treibt mich, nach gut drei Stunden stehe ich vor der Wahl welches denn der höchste Punkt sein soll. Auch das hat sich bald erledigt und ich bin auf dem „Sierra Nevada de Lagunas Bravas 6.127m“ Loco Nr. 52! Schnell ein paar Fotos und der Aufstiegsroute entlang zurück zum Zelt. Der Neuschnee hat dabei recht geholfen und nach nur einer Stunde war ich wieder bei Sylvia. Keine Pause, den der Wind war recht unangenehm, zusammenpacken und Abfahrt, wir fahren zur Laguna Verde.
 
Sierra Nevada Sierra Nevada
Fast am Gipfel Gipfel erreicht
Sierra Nevada Sierra Nevada
Sierra Nevada de Lagunas Brava Im Süden die höchsten Gipfel der Anden
Sierra Nevada Sierra Nevada
Vulkanspuren Zurück im Lager
 
Sa. 11.02.17 – Die letzten drei Bergsteiger die gestern am Ojos del Salado wegen zu viel Wind umgedreht haben packen ihre Sachen und fahren nach Copiapo. Wir wollten zwar zum Incahuasi, jedoch bei diesen Verhältnissen, Schnee bis 5000m, und dazu der starke Wind, nein – Rasttag an der Laguna.
 
Sierra Nevada
Zwangsurlaub an der Laguna Verde
 
So. 12.02.17 – Über Nacht hatten wir im geschützten Zeltplatz das Gefühl dass der Wind nachgelassen hat. Wir bauen das Zelt ab und fahren zum Barrancas Blancas, ein über sicher 5km breiter Berg auf der Nordseite des Höchsten Berges der Gegend, dem Ojos del Salado. Wir finden eine einzelne Autospur und folgen dieser bis ca. 5000m. Von hier geht ein gut ausgeprägter Grat Richtung Westgipfel. Auch hier im oberen Bereich dann doch noch unangenehme Eisfelder die zu queren sind. Wir kommen auf eine riesige Fläche, wo ich unter dem Neuschnee einen kleinen Gletscher vermute. Die Überquerung war dann eher unangenehm und somit versuchen wir es etwas weiter im Osten, was uns in eine unangenehme Schotterflanke bringt. Mühsam die letzten 200Hm und wir sind nach 4 ¾ Std. Auf dem Hauptgipfel des „Barrancas Blancas 6.119m“ Loco Nr. 53. Für den Abstieg wo wir dann doch teilweise eine etwas andere Route wählen brauchen wir ca. 2 Std. und sind dann gegen 17:00 Uhr beim Auto. Aufgrund des doch starken Windes entscheiden wir uns zur Rückfahrt nach Copiapo, wo wir gegen 21:00 Uhr ankommen.
 
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
Die vielen Gipfel des Barrancas Blancas Parkplatz auf knapp 5000m
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
   
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
Den Gipfel sieht man noch nicht!  
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
Ganz hinten der höchste Punkt  
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
   
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
Am Gipfelgrat Ziel erreicht, in der Mitte Vicuñas und rechts hinten Ojos del Salado
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
   
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
   
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
Rechts Tres Cruzes Zum Wohl!
Barrancas Blancas Barrancas Blancas
   
Barrancas Blancas
Wieder zurück!
 
Wilfried aus Copiapo am Valentinstag 2017 – hasta luego!
 
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03.02.17 - Calama
 
So. 29.1.17 – Wir haben über die Unwetter in der Region von San Pedro de Atacama erfahren und deshalb ein paar Erholungstage am Pazifik gemacht. Täglich sehen wir im Fernsehen die katastrophalen Waldbrände im Süden. Nachdem sich das Wetter im Norden nun beruhigt hat, starten wir und fahren nach Calama. Der Picup wird vollgetankt und es geht weiter nach San Pedro. Nach einer kleinen Mahlzeit fahren wir Richtung Paso Jama, ein Grenzübergang nach Argentinien. Die asphaltierte Straße zieht gut 20km nördlich des Pili vorbei. Wir fahren nun querfeldein, überqueren die Solar de Pujsa, und folgen alten Autospuren bis ca. 4800m, unser Lagerplatz.
 
Mo. 30.1.17 – Mit den ersten Sonnenstrahlen an der Ostflanke des Pili oder auch Acaramachi gennant, starten wir den Aufstieg. Vereinzelt können wir immer wieder ein paar Steigspuren erkennen, sonstige Markierungen wie Steinmanndln gibt es nicht. Es bleibt eigentlich eh nur eine steile Rinne über der wir bis zu einem Sattel folgen. Etwas Nebel erschwert dann die Entscheidung welcher der drei Gipfel eigentlich der höchste sein soll. Wir treffen die richtige Wahl und sind nach nur 5 Std. Aufstieg auf dem 6.046m hohen PILI. Abstieg über die Aufstiegsroute entsprechend schwierig, oben ist es der teils tiefe Schnee, unten die unangenehmen Blockhalden, jedoch nach 2 Std. sind wir beim Zelt. Wir fahren dann zurück und bleiben über Nacht in San Pedro – Hostal Corvatsch.
 
Pili Pili
Lager am Pili auf 4800m Aufstieg in der Ostflanke
Pili Pili
Gipfel Pili 6046m
Pili
   
Pili Pili
Abstieg  
Pili Pili
 
Di. 31.1.17 – Zeitig verlassen wir San Pedro und fahren nach Calama, Auto volltanken, Mittagessen und weiter geht’s Richtung Ollagüe. Wir verlassen die asphaltierte Piste und rumpeln Richtung El Tatio bis Ojos de San Pedro. Erst nach einem Umweg in der Pampa unterhalb der Zwillinsvulkane finden wir die richtige Route und erreichen auf 4500m den Lagerplatz.
 
Mi. 1.2.17 – Täuschend nahe sind wir beim Sattel zwischen diesen beiden 6000er. 2 Std. benötigen wir auf einem guten Weg bis wir auf ca. 5200m diesen Sattel erreichen. Dann geht’s erst richtig los. Je weiter nach oben um so steiler und schwieriger wird das Steigen. Nach zwei Vorgipfel und weiteren 4 Std. stehen wir auf dem 6145m hohen SAN PEDRO. Der noch aktive Vulkan hat einen riesigen Gipfelbereich mit ausgeprägten Flächen, aber zur Zeit alles Schneebedeckt. Der Abstieg sehr angenehm, hat doch die Sonne die beim Aufstieg noch gefrorenen Schneerinnen etwas aufgefirnt. Nach nur 2 Std. sind wir wieder im Lager.
 
San Pedro San Pedro
Auf 4500m war Ende mit dem Fahren Lager auf 4500m mit dem San Pedro
San Pedro San Pedro
Zuerst bis zum Sattel auf 5200m Aufstieg zum San Pedro , hinten der San Pablo mit der Aufstiegsroute über den Rücken in der Mitte
San Pedro San Pedro
Gipfel erreicht Im Hintergrund der Vulcan Paniri 5946m
San Pedro San Pedro
Im Hintergrund der San Pablo 6092m Zurück im Lager
 
Do. 2.2.17 – Heute früh entscheidet sich dann Sylvia dass sie doch noch ihre Füße schohnen möchte und bleibt im Lager. Um 8 Uhr starte ich, bin dann bald wieder auf dem Sattel und nun geht’s einmal lange relativ flach Richtung Osten. Es bildet sich dann ein ausgeprägter Grat der immer steiler wird. Die doch fast geschlossene Schneedecke ist aufgrund der tiefen Temperaturen durchgefroren und sehr gefährlich. Beim Felsriegel ca. 200m unterhalb des Gipfels habe ich recht Mühe. Eigentlich wollte ich umdrehen, denn es war nicht zu erkennen wie es weiter oben auf der Gipfelkuppe aussieht. Aber in der Situation war es für mich alleine sicherer den Weg nach oben weiter zu gehen. Das hat mich doch etwas an Zeit gekostet aber nach 5 ¼ Sdt. - auf dem 6092m hohen SAN PABLO.
 
San Pablo San Pablo
San Pablo vom Sattel 5200m

San Pedro und der riesige Sattel zwischen den Zwillingsvulkanen, rechts die aktive Fumarole ist zu erkennen

San Pablo San Pablo
Gipfel des San Pablo Alleine auf dem San Pablo
San Pablo San Pablo
Gipfelbuch auf dem San Pablo - LOCO Nr. 51 Schwierige Verhältnise
San Pablo San Pablo
In Bildmitte das Lager und der Picup Die beiden 6000er, gestern und heute bestiegen!
 
Hier oben finde ich dann eine Alubox mit dem Gipfelbuch. Letzte Eintragung im Juli 2016, und das war auch die Einzige im letzten Jahr. Nun musste ich mich über die Abstiegsrute entscheiden. Hatten Sylvia und ich genau vor einem Jahr am Tres Cruzes Central wegen der schwierigen Verhältnisse eine andere Route gewählt, die uns fast zum Verhängnis wurde, war es für mich klar der Aufstiegsroute zu folgen. Gottseidank hat die Sonne doch mitgewirkt und der Abstieg war somit okay. Um 15:30 Uhr war ich dann wieder beim Zelt. Zwei tolle Berge die Belohnung, und somit bin ich bei 51 x 6000er!
San Pablo
 
Am Abend dann ein Pisco Sour, ein gutes Steak und etwas Vino Tinto in Calama.
 
Wie geht’s weiter?
Am Sonntag nehmen wir den Nachtbus nach Copiapo, das Wetter ist dort auch soweit der Bericht gilt, recht gut.
 
Wilfried aus Calama im Norden von Chile – 3. Feb. 2017
 
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26.01.2017 – Antofagasta

 

15.1.17 – wir kommen Abend’s in Calama an, übernehmen den Picup. Am Montag dann die notwendigen Einkäufe und am Dienstag fahren wir nach Ollagüe, an die Grenze zu Bolivien. Die Niederschläge haben auch hier Spuren hinterlassen. Wir fahren nach Amincha, ein verlassenes Bergarbeiterdorf, mit der Talstation der 1993 eingestellten Materialseilbahn, die 80 Jahre zum Abbau von Schwefel diente. Von hier dann auf einer recht gut erhaltenen Piste bis zur Mittelstation bei ca. 5250m. Das Zelt errichten wir dort, wo es dann nicht mehr weiter mit dem Picup Bergauf geht.

 

18.1.17 Aufstieg im Neuschnee, zuerst bis zur 5800m hohen Bergstation der verrosteten Materialseilbahn. Dann sind es nur noch ca. 350HM und wir sind nach 4,5 h auf dem Aucanquilcha 6176m. Vom Schwefel aufgrund des vielen Schnee, sowie von den Fahrterrassen wo doch noch vor 24 Jahren Camiones gefahren sind, ist nicht viel zu sehen. Entlang der Aufstiegsroute in 1,0 h zurück zur Mittelstation. Wir beeilen uns, wissen den Wetterbericht, und das Wetter hält sich daran. Uns bleibt bei diesem Gewitter nur die Rückkehr nach Calama über.

 
Aucanquilcha Aucanquilcha
Die Straße nach Ollagüe ist fast durchgehend Asphaltiert Von der verlassenen Ortschaft Amincha sehen wir den Schwefelberg
Aucanquilcha Aucanquilcha
Der 1993 eingestellte Schwefelabbau, und dadurch kein Betrieb, die Ruine der Mittelstation auf ca. 5250m Von der Bergstation auf 5800m ist nicht mehr viel zu sehen
Aucanquilcha Aucanquilcha
Von der Bergstation zum Gipfel sind es dann noch gut 350HM Eine Holzstange etwas vorgelagert sollte den wirklichen Hauptgipfel markieren
Aucanquilcha Aucanquilcha
Dann sind es noch ca. 20HM Bis zum Gipfel des Aucanquilcha 6176m
 

19.1.17 Aufgrund der Wetterprognose wechseln wir den Standort und fahren über 600km in den Norden, nach Arica.

 
20.1.17 Heute fahren wir zum Lauca Nationalpark Richtung Paso Tamboure Quemado. Schon nach Putre verlassen wir die CH11 und suchen das „Dorf“ Chiriguaya. Einer alten Mienenstrasse entlang kommen wir bis ca. 5100m wo wir unser Zelt aufstellen.
 

21.1.17 Erst nachdem die Sonne unser Lager erreichte starten wir, finden doch immer wieder Steinmänner die uns etwa den Aufstieg vorgeben. Den sogenannten Dom umgehen wir auf der Südseite, sehr Steil, ohne Steigeisen nicht möglich. Haben wir doch mit dem starken Wind sehr gekämpft, sind wir aber bei der Fumarole unterhalb des Hauptgipfels froh darüber, denn dort muss man vorbei, und die austretenden Gase sind sehr giftig. Nach 4h 15min erreichen wir den Gaullatiri 6063m. Für den Abstieg entscheiden wir uns für eine andere Variante, denn das abschüssige Queren oberhalb der Felsmauer war mir zu gefährlich. Nach 2h sind wir wieder im Lager, wo wir nochmals eine Nacht bleiben.

 
Guallatiri Guallatiri
Anfahrt zum Guallatiri, jedoch sind wir hier bereits auf der falschen Straße Schon nach gut 200HM Aufstieg verwenden wir die Steigeisen
Guallatiri Guallatiri
Unterhalb des Doms überquert man einen langen flachen Grat Am Gipfel des Guallatiri 6063m, links hinten der Pomerape und Parinacota, rechts der Sajama - höchster Berg in Bolivien
Guallatiri Guallatiri
Die Windrichtung stimmt und wir passieren die Fumarole, der Schwefeldampf ist giftig Gipfelaufbau des Guallatiri
Guallatiri Guallatiri
Wir wählen für den Abstieg eine sichere Variante Guallatiri 6063m
 

22.1.17 Heute etwas früher, denn wir wissen das der Wetterbericht für den Nachmittag wieder Niederschläge ansagt. Wir packen das Zelt und unsere Utensilien, fahren um einen Bergkamm und sind auch bald am Ende, denn die Mienenstrasse ist hier verschüttet. Somit ist unterhalb von 5000m das Fahren zu Ende. Wir folgen dann dem Weg um etwas näher an den Berg zu kommen. Als günstig hat sich dann der gefrorene Schnee erwiesen, konnten dadurch einen recht direkten Weg zum Gipfel nehmen, in Gipfelnähe wurde dieser dann doch noch weich und tief, trotzdem waren wir nach 4h auf dem Acotango 6052m. Schon beeindruckend der Blick zum Pomerape und dem Sajama, wo wir ja im Mai vergangenen Jahres waren. Zurück zum Auto dann noch 2h, und so schnell wie möglich zurück. Starker Regen verfolgte uns bis kurz vor Arika.

 
Acotango Acotango
Nach einer Stunde sind wir am Fuße des Acotango, unsere Aufstiegsroute links - von Licht und Schatten auf den Grat. Der Guallatiri im Hintergrund - den wir am Vortag bestiegen haben.
Acotango Acotango
Am Gipfel des Acotango 6052m Blick zu den Vulkan Zwillingen und Sajama
Acotango
...und dazu ein Selfie
Acotango Acotango
Abstieg entlang der Aufstiegsroute Für uns war dann noch ein Gegenanstieg bis zum Auto notwendig, denn die Mienenstrasse ist recht verschüttet daher nicht befahrbar.
 

Nun war einmal erholen angesagt, gut Essen und Schlafen. Inzwischen sind wir in Antofagasta, der Wetterbericht verspricht für die nächste Woche Gutes, ...und das wollen wir nützen.

 

Wilfried aus Antofagasta - Hasta Luego