PROJEKT - LOCO
2015/16
 
 
Im Hintergrund der Chachani mit 6.075m
Chachani
 
Chachani 6057m
Gipfel Chachani 6057m - Wilfried und Claudia
 
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10.5.2016 - Rasttag in Arica ....ganz schöne Grüße ins Ländle ;-)
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7.5.2016 - Parinacota 6.342m, der höhere Vulkan der beiden Payachatas (Zwillinge) wird in älteren Büchern manchmal auch als Payachata Grande oder Muru Payachata bezeichnet. Der Name Parinacota entstammt der Aymara-Sprache und bedeutet übersetzt „Ort der Flamingos“.

Zwillinge, Payachatas
Parinacota links
 
Gipfel Payachatas
Gipfel
Gipfel Parinacota 6.342m am 7.5.2016
 
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Sajama 6.542m - Boliviens höchster Berg
Sajama
Sajama
Sajama 6.542m am 5.5.2016
 
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Uturunco
Uturuncu 6.008m am 30. April 2016
 
 
29.4.2016 - Sind wieder gestartet und nun schon über eine Woche mit dem Auto unterwegs....
 
Oruro-Bolivien
Oruro - Bolivien
 
Tubiza - Bolivien
Tupiza - Bolivien
 
 
3.3.2016
....So nun gibt es ein paar Wochen Pause!
Equador
Tacho
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Hallo!
Nach den vergeblichen Versuchen am So. 14. Feb. einen Weg bei der alten Bahnstation IMILAC zur Solar Punta Negra zu Finden war die Hoffnung den Llullaillaco zu Besteigen bei 0!!
Auf dem Weg zum Paso Socomba dann ein Schild bei der Estacion Monturaqui mit dem Hinweis Volcano Llullaillaco. Zelt im Dunkel aufgestellt und am Montag gehts weiter ins Basislager Zorritas auf 4.600m.
Abzweigung
 
Anfahrt
Die Fahrspur zeigt uns den Weg über 70 km ins Basislager, wegen der Minenfelder sollte man diese auch nicht verlassen.
 
Mittag
Mittagstisch bei der CONAF Hütte
 
Wir stellen das Zelt auf und der Plan steht.
16. Februar erst kurz vor acht Uhr morgens starten wir und kurz vor 19:00 Uhr am Gipfel. Für den langen Abstieg dann noch 4,5 Std. den Mond einkalkuliert und gegen Mitternacht dann zurück im Zelt.
Westseite
Ausgangslagen bei der Quebradas Zorritas 4.600m - der Gipfel hoch und weit Ober uns!
 
Aufstieg Sylvia
 
Aufstieg Büssereis
 
Gipfel Llullaillaco
Sylvia und Wilfried, 16.2.2016
Gipfel Llullaillaco 6.739m
 
Sylvia
 
Beim zurückfahren kommen uns mitten in der Pampa dann zwei Pickups mit Grenzpolizischten entgegen. Nach der üblichen Kontrolle die Frage um weitere Bergsteiger.
Die Wetterprognose sei so schlecht und alle Bergsteiger werden gestoppt. Zur Info bin ich dann noch zum Paso Socompa gefahren wo wir keine Genehmigung für einen Aufstieg erhalten. Alle reden vom Bolivianischen Winter der die nächsten Tage sehr schlechtes Wetter bringen soll und somit sind wir nach San Pedro gefahren.
 
San Pedro de Atacama am 17. Feb. 2016 Wilfried
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Gipfel El Fraile
Sylvia und Wilfried, 10.2.2016
Gipfel El Fraile 6.061m
 
 
Das am 1. Dezember 2004 deponierte Gipfelbuch hat weniger als 20 Besteiger eingetragen, viele Jahre ohne Besucher.
Gipfelbuch
 
Vis-a-vis der Incahuasi, aber von dieser Seite nichts für uns .....nur Sand!
Sylvia
 
Unser Parkplatz auf gut 4.900m und der El Fraile 6.061m - Aufstieg zweiter Rücken von links!
Parkplatz
 
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08.02.2016 – Copiapo

Unsere Idee über den Paso Agua Negra wieder nach Argentinien zu fahren hat sich nicht gelohnt.
 

Am 21. Jänner sind wir in Rodeo, heftige Gewitter zerstören und vermuren viele Staßen. Wir wollten ins Valle de Cura um zum Tortolas und El Toro zu kommen. Dort hinten gibt es eine riesige Goldmine und somit kein Permit die Staße zu benutzen.

Am Majadita hat es Neuschnee und somit fahren wir wieder nach Chilecito. Zu dieser Jahreszeit haben aber Andenistas in der Sierra de Famatina nichts verloren.
 
Am 25. Jänner sind wir dann nachdem die Auspufaufhängung und die Dieselfilterhalterung geschweißt wurden wieder nach Tinogasta gefahren.
 
Am 26. Jänner dann mit viel Reservediesel zweigen wir wieder Richtung Pissis ab. Nach ca. 50km versuchen wir Querfeldein zum Nacimiento zu gelangen. Nach ca. 50km hat uns aber der Mut verlassen und wir haben umgedreht. Zu viele Quebradas und tiefer Sand, und das alleine!
 

Um ca. 22:00 Uhr sind wir nach diesem Ausflug wieder auf der asphaltierten Internationalen Route nach Chile. Zu unserer Überraschung kommt nach 10km ein riesiges Hotel bei Cortaderas, wo wir auch sofort Gäste wurden.

 
27. Jänner – wir fahren durch die beeindruckende Landschaft zur Argentinischen Grenze bei Las Grutas. Zollformalitäten und über den 4.727m Paso San Francisco zur Laguna Verde. Nun hat man uns bei jedem Grenzübertritt alles Eßbare abgenommen – diesmal nicht! Wir stellen unser Zelt auf, alle frischen Lebensmittel hinein unter den Schlafsack und dann die 100km bis zur Chilenischen Grenzstation Maricunga. Wieder wird das Auto bis ins letzte Detail untersucht und nichts gefunden was die Leute von SAG interessiert. Dann zur Gendarmaria und uns anmelden für die Besteigungen. Bei der Angabe ob wir auch für soviel Tage genügend Lebensmittel dabei haben war er erstaunt dass Europäer nur Nudeln essen.
 
28. Jänner – Wir plagen unseren Pickup hinauf bis 4.800m, dann die Bergschuhe an die Füße, im Rucksack einen halben Liter Wasser und eine Dose Bier, los geht’s. Nach 4 ½ Std. und einem interessanten Aufstieg sind wir auf dem El Ermitaño 6.146m. Für den Abstieg sind es dann 1 ½ Std. und wir fahren wieder zur Laguna Verde.
 
El Ermitano - im Hintergrund die Laguna Verde
Gipfel Ermitano
Sylvia und Wilfried, 28.1.2016
Gipfel El Ermitano 6.146m
 
29. Jänner – wir haben es nicht eilig, fahren Richtung Ojos del Salado, zweigen bei KM 8 Richtung Westen ab und bei 5.000m war dann das Fahren zu Ende. Erst gegen Mittag starten wir, kommen nach gut 300HM zum Sattel zwischen Barrancas Blancas und dem Vicuñas. Wie bei all den Bergen hier keine Spuren von Vorgänger, dafür hinterlassen wir in diesem Schotter entsprechend tiefe.

Nach 3 ½ Std. sind wir auf dem Vicuñas 6.076m. Zurück zum Auto ging es durch die gleichmäßige Neigung und dem weichen Sand recht gut und in 1 ½ Std. sind wir wieder im Auto unterwegs.

Studium der Gipfellektüre - Belohnung auf dem Vicuña, und unsere nächsten Ziele die Tres Cruzes!
Gipfelbuch Vincuna
Gipfel Vincuna
Sylvia und Wilfried, 29.1.2016
Gipfel Vincuña 6.067m
 
30. Jänner – heute gönnen wir uns einen Rasttag bei der Laguna Verde.
Rasttag Sylvia
Rasttag
 

31. Jänner – wir bauen das Zelt ab und fahren Richtung Westen zu den Tres Cruces. Zuerst einmal die Annäherung mit dem Pickup bis 5.200m, dadurch auch ein kurzer Aufstieg und nach 3 Std. sind wir auf dem Tres Cruces Norte 6.030m. Belohnt mit einem herrlichen Rundblick, bleiben aber nicht all zu lang, denn es ziehen dicke Wolken auf. In 50 Min. Sind wir wieder beim Auto, fahren zur Laguna Santa Rosa. Dann ein kurzer Anruf bei Sandra für den Wetterbericht. Um 18:30 Uhr entscheiden wir und fahren noch nach Copiapo. Duschen – Pisco Souer – Parillada – Bett!

Aufstieg
Aufstieg
 
So sehen verbrauchte Andenisten auf 6000m aus,
in diesem Fall auf dem Tres Cruzes Norte!
Tres Cruzes Norte
Gipfel Tres Cruzes Norte
Wilfried und Sylvia, 31.1.2016
Gipfel Tres Cruzes Norte 6.030m
 

2. Februar – nach einem Ruhetag in Copiapo fahren wir nach dem Mittagessen wieder hinauf zur Laguna Santa Rosa und weiter Querfeldein bis ins Hochlager auf 5.300m.

 
3. Februar – auf dieser Höhe sind die Nächte schon echt kalt, entsprechend zäh ist unser Aufstehn auf der Westseite des Berges.
Um 8:30 Uhr sind wir dann soweit, unser Ziel sollte der Höchste der drei Kreuze sein, doch nach dem Schund bis zum Sattel auf knapp 6.000m, dort wo normalerweise das zweit Hochlager aufgebaut wird, entscheiden wir uns für den einfacheren Tres Cruces Central 6.629m wo wir um 16:00 Uhr am Gipfel sind.
Dort oben entscheiden wir uns dann nachdem der Fels auf der Westseite bei der Umgehung des Gipfeleisfeldes so brüchig war auf eine andere Abstiegsvariante. Diese ging aber recht daneben und erst um 20:00 Uhr sind wir bei unserem Zelt auf 5.300m.
Lager
Lager
Aufstieg
Aufstieg
Aufstieg von 5.300m BC in 7 Stunden.
 
Gipfel TCC
Am Gipfel, im Hintergrund die Solar de Maricunga.
Gipfel Tres Cruzes Central 6.629m
 
suche Gipfelbuch
Wir überqueren den Gipfel und finden ca. 30 HM darunter die Box mit dem Gipfelbuch
Box mit Gipfelbuch
 
Gipfelbucheintragung
Gipfelbucheintragung von uns!
 

4. Februar – im warmen Schlafsack am Morgen noch ohne Sonne entscheiden wir uns heute hier zu bleiben. Am Nachmittag tauchen dann zwei Chilenische Bergsteiger auf und wir wechseln das Lager. Fahren 300 HM hinunter zum eigentlichen Basislager was auch mit einem Allradauto sicher erreichbar ist.

 
5. Februar – die Idee war dass wir gemeinsam die Westroute, in der Alpenvereinskarte eingezeichnet, nehmen. Eigentlich wollten wir um sieben starten, jedoch der Pickup ohne Winterdiesel bei Minus 10 Grad wollte einfach nicht.
Mit Verspätung startet er doch und wir plagen uns ca. 200HM hinauf und um 8:00 Uhr auf ca. 5.300m beginnt unser Aufstieg.
Nach gut 1 Std. waren wir dann noch zu dritt, wobei das Warten auf Nelson schon recht zäh wurde. Absolut keine Spuren von irgend welchen Vorgängern zweifle ich recht an der Route.
Auf 6.300m errichte ich dann auf einem kleinen Sattel einen Steinmann, denn dort könnte man beim Abstieg eine etwas günstigere Variante wählen. Nelson sitzt weit unter uns und winkt ab, Sylvia entscheidet sich mit ihm zurück zu gehen, damit wenigstens ich eine Chance bekomme den Gipfel zu erreichen und das um 14:00 Uhr.
Ich versuche einen guten Rythmus zu finden, klettere über den ersten Vorgipfel, 100HM hinunter in ein glattes Eisfeld, hier wären die Steigeisen gefragt, aber leider habe ich diese auf ca. 6.000m deponiert.
Nun komme ich zum Gipfelaufbau, recht schwierig über diese riesigen Blöcke, dann einen Durchstieg in diesem senkrechten Felsgürtel zu finden, noch weiter 45 Minuten und ich bin um 16:30 Uhr auf dem Tres Cruces Sur 6.748m.
Mutterseelenallein genieße ich den Rundblick, im Süden der Pissis und im Osten der Ojos del Salado, die Beide noch höher sind als ich hier. Ein paar Filmaufnahmen, leider diesmal ohne Sylvia.

Der Abstieg fordert mich dann noch recht, einmal die Gegenanstiege und dann wähle ich eine andere Route, muß aber auf 6.000m die Steigeisen finden. Um 20:00 Uhr bin ich dann beim Zelt im Basislager.

Tres Cruzes Sur
Auf 6.350m geht Sylvia zurück, 50m höher habe ich den Gipfel vor mir.
Gipfel weit weg
 
Felsriegel
Dieser Felsriegel versperrt den Weg zum Gipfel!
 
Gipfel Tres Cruces Sur 6748m
Nach 8,5h vom BC stehe ich auf dem fünft höchsten Gipfel der Anden, dem Tres Cruces Sur 6.748m.
Gipfel Tres Cruces Sur 6.748m
 
Blick Osten
Im Osten der Ojos der Salado und der El Muerto.
 
Blick Süden
Im Süden die Laguna Norte - Central und Verde Sur, rechts der Pissis.
 
6. Februar - nun genießen wir zwei Tage im Hotel, gestern zu Mittag einen guten Fisch in Caldera und heute hat Sylvia Geburtstag!
 

Hasta Luego aus Copiapo

Wilfried und Sylvia

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20.01.2016 – Copiapo/Chile

Wieder sind ein paar Tage vergangen und wir waren in der Puna de Atacama.

 

Donnerstag, 14. Jänner 2016

Das Auto voll getankt und wir fahren gegen Mittag hinauf zur Laguna Verde.

Laguna Verde
Wir erreichen die Laguna Verde gegen Abend am 14.1.16
 
Camp Laguna Verde
Unser Camp an der Laguna Verde auf 4.360m
 
Freitag 15. Jänner 2016 – unser Ziel der Peña Blanca mit 6030m.
Erst gegen 10:00 Uhr starten wir und fahren auf der Int. Fernverkehrsstrasse die teilweise asphaltiert ist Richtung Westen. Wir verlassen die Straße und nun geht’s Offroad doch gut 15 Km bis wir den Picup auf 5090m, auf der Nordseite des Berges parken.
Parken auf 5090m
Wir parken auf 5.090m
 

Nun sind es ca. 1000HM und für uns 3,5 Std. Aufstieg. Belohnt mit ihnen herrlichen Rundblick über die Puna de Atacama. Zurück in 1 ¼ Std. zum Auto und die Fahrt zur Laguna Verde.

Aufstieg Pena Blanca
Aufstieg zum Pena Blanca
 
Hauptgipfel rechts
Der Hauptgipfel rechts
 
Pena Blanca 6.046m
Sylvia
 
Gipfel Pena Blanca
Wilfried und Sylvia, 15.1.2016
Gipfel Pena Blanca 6.046m
 
 

Samstag 16. Jänner 2016 – heute wollen wir zum Barrancas Blancas 6119m. Dieser Berg ist unscheinbar, der Gipfelgrat erstreckt sich über 4 km mit vier Erhebungen über 6000 Meter.

Wir wählen den Anstieg von Osten und fahren mit dem Pickup bis ca. 5000m. Zuerst kommen wir gut vorwärts und ich bin stolz die ersten beiden Stunden fast 700HM gemacht zu haben. Aber dann war die Freude auch bald vorbei, zäh und sehr steil weiter bis zum ersten der 6000er. Beim Überschreiten des zweiten Gipfels war dann der Frust sehr nahe, denn immer wieder kam ein scheinbar höherer Gipfel. Nach 5 Std. sollte es dann der Höchste sein. Haben wir uns heute doch etwas verschätzt. Der lange Weg zurück über den Grat und dann noch so ungestüm in das Büssereisfeld.

Aber trotz allem können wir um ca. 18:30 Uhr Ortszeit, in Wolfurt bereits ½ 11 Uhr anrufen und dem Enkel Alex zu seinem 7. Geburtstag gratulieren.

Aufstieg Barrancas Blancas
Aufstieg
Aufstieg
Aufstieg
 
Welches ist der Höchste
Welcher wird wohl der Höchste sein, Rast beim Aufstieg auf den Barrancas Blancas auf ca. 5.900m
 
Barrancas Blancas
 
Barrancos Blancas 6.119m
Wilfried, Sylvia 16.1.2016
Gipfel Barrancas Blancas 6.119m
 
Abstieg Abstieg
Abstieg vom Barrancas Blancas
 

Den Sonntag haben wir blöderweise als Rasttag genommen, denn am Montag drehte sich das Wetter, es regnet bei der Laguna Verde in der Atacama, nicht üblich, der Bolivianische Winter zeigt was er kann.

Wetter hat gedreht
 
Laguna Sonntag Laguna Montag
Laguna am Sonntag Laguna am Montag
 

Am Dienstag, 19. Jänner 2016 fahren wir dann über die Laguna Negra de San Franzisko zurück nach Copiapo. Bei der Mina Mariacunga bekommen wir Begleitschutz und ein paar KM vor Copiapo fahren wir einen Nagel ein. Trotz all dem doch ein paar schöne Tage und wir haben uns einen Pisco Sour verdient.

Hasta Luego aus Copiapo – Wilfried und Sylvia

 
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12. Jänner 2016 – Copiapo/Chile

 

Das vergangene WE war recht erfolgreich. Nachdem der Wetterbericht gute Voraussetzungen versprach war unser Plan klar. Trotzdem es in Villa Union/Arg. in der Nacht auf Samstag wieder regnete, starten wir um 7:30 Uhr. Die Straßen waren ohne Autos, dafür bis Vincima vier Polizeikontrollen, wobei man erwähnen muß dass die Carabineros sowie die Gendarmaria äußerst freundlich sind.
Bald einmal geht die Asphaltstraße aus und wir quälen unseren Picup wieder hinauf zur Laguna Brava, und hier oben strahlend blauer Himmel, das Nebelmeer hinter uns. Jetzt noch einen Abstecher zur Rif. Laguna Brava und ein paar Kilometer auf der Asphaltpiste Richtung Chile.

Kurz vor der Rif. Veladero verlassen wir diese und holpern zuerst einmal im trockenen Flußbett Richtung Laguna Corona Inca. Nach ca. 12 km versuchen wir es in westlicher Richtung näher an den Berg heranzukommen. Nach der Erfahrung im tiefen Sand ein paar Tage zuvor sollte das die einfachere Variante sein. Die Orientierung äußerst schwierig, versuchen es da und dann dort, um 12:00 Uhr geben wir auf, parken das Auto auf ca. 5000m. Jetzt zuerst einmal Brot und Salami zu Mittag und los geht’s.

Mühsam, meist flach und unendlich, kommen wir zu einem kleinen Büssereisfeld auf ca. 5700m. Nach diesen 4 Std. mit dem schweren Rucksack haben wir genug. Zeltaufbau, etwas trinken und schlafen.

 
Aufstieg Hochlager Hochlager 5.700m
 
5700m Hochlager
 
Sonntag, 10. Jänner um 6:30 Uhr starten wir, wohlwissend das der Gipfel bei weitem noch nicht in Sichtweite ist, recht flott. Noch kein Sonnestrahl und eine entsprechende Biese tun alles um die Hände und Füße zu unterkühlen. In der Hoffnung hinter jeder Kuppe vielleicht etwas Windgeschützter zu sein sind wir nach zwei Std. auf gut 6050m.
Für Sylvia die unter Magenproblemen mit Durchfall leidet ist hier Ende. Enttäuscht steigt sie ab ins Hochlager. Ich konzentriere mich auf die Aufstiegsroute, denn so viele Kuppen ohne entsprechendes Ziel, trotz hervorragender Sichtverhältnisse, habe ich eigentlich noch nie erlebt.
Der Höhenmesser zeigt 6350m, vor mir drei Erhebungen, das kann bei weitem keiner der vielen Gipfel des Bonete sein. Ich entscheide mich den rechten anzusteuern und siehe da, es geht hinunter in ein Hochtal, ganz weit hinten diese Kuppe mit etwas Schnee könnte der höchste Punkt sein. Jetzt weiter auf diesem losen Untergrund, zwei Schritte vor und dabei einer zurückgerutscht, und komme auf eine riesige Hochebene.
Gipfel welcher?
Endlich kann ich auch die bis dahin unscheinbare Gipfelpyramide erspähen. Die schneebedeckte Kuppe davor umgehe ich ostseitig über ein kleines Eisfeld und endlich kann ich feststellen, dass eigentlich alle Erhebungen, und es sind viele Gipfel hier oben, unter mir sind. Gegen Mittag habe ich den höchsten Punkt des Bonete Chico 6759m erreicht.
Gipfel Bonete Chico Pyramide
Bonete Chico 6.759m Gipfelpyramide im Hintergrund
 
Krater Aussicht

Vom Gipfel der Blick in den Krater zur Laguna Inca Corona und rechts

der PISSIS wo wir am 26. Dez. 2015 waren.

Rechts Bonete Chico
 

Eine Aussicht, einzigartig. Wurde dieser Berg erst 1970 Ersbestiegen, kann man sich kaum vorstellen dass im Gipfelbuch vor mir die letzte Eintragung am 24. Feb. 2015 war. Ich sehe das 2014 gerade einmal fünf und 2015 sieben Bergsteiger den Gipfel erreichten.

Gipfelbuch
Nach einer halben Stunde geht es für mich zurück. Schon beim Aufstieg habe ich mir die direkte Abstiegsvariante zum Hochlger angesehen und bin auch nach zwei Stunden dort.
Sylvia geht es sichtlich wieder besser, um so größer ist die Enttäuschung bei ihr diesmal nicht mit mir dort oben gewesen zu sein. Das Zelt wird abgebaut und um 16:30 Uhr finden wir den einsamen Picup.

Zurück tun wir uns dann doch etwas leichter, haben wir ja die Spuren vom Vortag. Jetzt endlich wieder auf der Asphaltpiste, gut 50 km sind es bis zur Zollstation „Barancas Blancas“ wo wir um 19:00 Uhr sind.

Paso Picras Negras
Nada heißt es für uns, denn dieser Posten schließt um 17:00 Uhr. Wir bekommen eine Habataciòn angeboten die wir nützen.

 

Montag, 11. Jänner – 9:00 Uhr Nachdem wir ja die einzigen weit und breit hier oben sind haben die Beamten auch entsprechend Zeit für uns. Nach einer halben Stunde Ausreise – Einreise geht’s zum Auto.

Endlich sehen auch wir was wir alles mitführen, und nicht mit nach Chile nehmen dürfen. Der Tisch neben dem Auto ist voller Gaben wie zu Weihnachten, ob Obst, Nüsse, Salami, Käse, Trockenfrüchte sowie Honig bleibt alles zurück. Nach gut eineinhalb Stunden sind wir wieder unterwegs und erreichen Copiapo gegen 14:00 Uhr.

 

Heute heißt es zuerst einmal mit dem Picup in die Werkstatt, es funktioniert immer weniger.

 

Hasta luego aus Copiapo – Hotel Las Pircas

Wilfried & Sylvia

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10. Jänner 2016 - Bonete Chico
Hallo, habe den Bonete Chico um Mittag alleine erreicht, Sylvia hatte zu viel Tee getrunken und auf 6050 m umgekehrt.
Übernachten heute auf der Grenze bei den Zöllner denn die haben die Grenze um 17:00 geschlossen, melden uns morgen von Copiapo!
Bonete Chico Wilfried
Wilfried, 10.1.2016
Bonete Chico 6.759m
 
Bonete Chico
 
Bonete Chico
 

6. Jänner 2016 – Villa Union, ARG

 

Es sind nun einige Tage seit dem letzten Bericht vergangen und es gibt einiges zu erzählen:

Nach der Autoreperatur in Chilecito sind wir nach Mendoza gefahren, die Idee war zum Mercedario zu gehen. Die Wetterverhältnisse waren für unsere Vorstellungen nicht entsprechend und sind zu Silvester in der Stadt geblieben, somit haben wir auch mitbekommen dass der Jahresabschluss eigentlich ein reines Familienfest ist. Keine einzige Rakete und auch keine Knallkörper in ganz Mendoza.
 
Zum Neujahrstag sind wir wieder Richtung  Norden gestartet und über Iglesia – Rodeo nach Villa Union gefahren.
Am Samstag den 2. Jänner zuerst bis San José de Vinchina. Dort ist die Polizeistation und somit die entsprechende Registrierung erforderlich. Gut 200km auf teilweise asphaltierter Straße nach Alto Jagüé, weiter Richtung Po. de Pircas Negras, Grenze zu Chile.
Nach der Laguna Brava in der Puna de Atacama Süd verlassen wir die Hauptstraße und fahren einmal ca. 20km gegen Norden, auf die Südseite des PISSIS. Das Bachbett wird immer sandiger und auf ca. 5000m gab es kein Weiterkommen. Nach mehreren Versuchen einmal da und dort drehen wir um und fahren zu einem kleinen Bach der von einem Büssereisfeld herunter kommt und bauen unser Zelt auf.
Am Tag des Herrn machen wir einen Akklimatisationstag, checke das Auto, lasse einmal den halben Reifendruck ab und hoffe damit in den frühen Morgenstunden etwas mehr Glück zu haben.
 
Am Montag den 4. Jänner starten wir zum BABOSO 6070m. Ein langer Anstieg, zwar nur ca. 1200HM, jedoch haben wir Europäer mit unseren Augen recht Probleme, sehen alles wesentlich näher als die Wirklichkeit ist! Jedoch nach 5 Std. sind wir am Ziel mit der Belohnung einen guten Überblick auf die Aufstiegsroute zum Bonete zu haben. Also zurück zum Zelt und Auto.
 
Am 5. Jänner dann zuerst einmal ein Anruf bei Sandra, wir brauchen den Wetterbericht für die nächsten Tage. Die vergangene Nacht war das Wetterleuchten so intensiv, dazu die entsprechende Wolkenbildung in den frühen Morgenstunden machten uns unsicher.
Auf alle Fälle das Gelände zum Bonete auskundschaften, einwandfrei kommen wir vorwärts Richtung Laguna Corona del Inca, jedoch auf gut 5100m in dieser engen Schlucht hat uns der Mut verlassen.
Zurück und dann finden wir einen Weg in ein Seitental wo wir wieder auf ca. 5100m kommen, das wird unser Ausgangspunkt werden.

Wir fahren dann zurück durch dieses Bachbett, kommen auf die Hauptsrasse und fahren gut 50km an die Chilenische Grenze, jetzt kennen wir alles hier oben und wieder 257km zurück nach Villa Union. Die Entscheidung war richtig, denn es regnet jede Nacht recht kräftig, jedoch der Wetterbericht verspricht für’s Wochenende gutes, also starten wir am Samstag früh, hoffen dass dort oben nicht zu viel Schnee gefallen ist, denn der Bonete Chico ist schon ein ganz besonderer Berg auf unserer Liste!

 

Hasta Luego aus Argentinien – Wilfried & Sylvia

 
Bonete Chico
Blick zum Bonete Chico
 
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5. Jänner 2016 - Hallo, sind heute nach Villa Union, dort oben hat es einfach zu viel Wind.
Wetter
...an der Laguna Brava - es braut sich was zusammen:
Laguna Brava
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4. Jänner 2016 - Baboso 6070m
Gipbel Baboso
Sylvia und Wilfried, 4.1.2016
Baboso 6.070m
 
...unser einsames Basislager am Baboso auf 4950m
BC Baboso
 
BC Baboso
 
Bachbet Veladero Tal
 
Am 1. Jänner 2016 von Mendoza nach Villa Union,
Fahrt
 
Stausee Rodeo
der Stausee bei Rodeo...
Stausee Rodeo
 
....Auto abkühlen bzw. waschen bei der Fahrt zum Bonete:
Autowaschen
 
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Montag, 28. Dezember 2015 – Chilecito

Heute am Montag den 28. Dez. sind wir fündig, eine Wekstatt ist dabei das provisorisch eingefüllte Hydroöl mit entsprechender Bremsflüßigkeit zu tauschen, die Bremsleitung erneuern und einen Hydraulikschlauch zu wechseln.

Ich glaube die können das hier recht gut, kommt ja bald die Rally DAKAR vorbei.

Liebe Grüße ins Ländle – hasta luego aus Chilecito

 
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Sonntag, 27. Dezember 2015 Eigentlich war geplant zu schlafen bis die Sonne kommt, dem war dann doch nicht so, das Zelt abgebaut und die langen 90 Km zurück zur Hauptstraße.
Zelt abgebaut
 

Mit dem doch lädierten Auto über Tinogasta, wo ich die ersten Fotos vom Gipfel in die Heimat sende, weiter bis Chilecito. Duschen, Bife de Chorizo und Vino Tinto!

Pissis 6882m
Sylvia und Wilfried, 26.12.2015

PISSIS 6.882m – Zweithöchster Gipfel der Anden

Lt. UIAA Expeditions-Kommision von 1995

nach modernen Vermessungsmethoden hat der PISSIS den Ojos del Salado als zweithöchster der Anden abgelöst.

 
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Samstag, 26.Dezember 2015 wie sollte es anders sein, um 5:00 Uhr erwache ich, noch zu früh, dann beim nächsten erwachen war es bereits 6:30 Uhr. Wir starten um 6:45 Uhr überqueren die schmale Gletscherzunge und nun geht's bergauf.
Ich weiß dass es vom vorgeschobenen Basislager, wo wir waren, doch noch 4,3 km und gut 1500HM bis zum Gipfel sind.
An diesem Berg sucht sich jeder seinen eigenen Weg, Markierungen wie z.B. Steinmänner etc. sucht man vergebens. Ist das Wetter doch hervorragend, kaum Wind, ein Traum bei solchen Verhältnissen auf den zweithöchsten Berg der Anden zu steigen.
500m_vor_Pissis
...noch 500 HM bis zum Gipfel...
 
Ist der Gipfel, auch wenn man schon lange glaubt den höchsten Punkt vor sich zu haben, endlich erreicht ist es gerade kurz vor 14:00 Uhr.
Im Norden die Sechstausender San Franzisco und Ojos del Salado wo ich im April 2014 war, oder im Süden der Bonete Chico und seine Nachbaren wie Los Gemelos, Reclus, Baboso und Veladero, traumhaft!
Pissis_NO
...vom Gipfel Richtung Nordosten...
 
Beim Eintrag ins Gipfelbuch sehe ich dass seit dem Frühjahr nur eine Besteigung am 14. Dez. 15 war, also doch ein eher selten besuchter Gipfel.
Pissis Sylvia
Gipfel Pissis 6882m
 

Zurück auf der Aufstiegsroute, meist auf der Gletscherzunge ohne Steigeisen in zwei Std. bis zu unserem Zelt, dort wird zuerst einmal Tee gekocht, das Zelt abgebaut und um 19:30 Uhr sind wir im Basislager.

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25. Dezember 2015 wir warten einmal in den Schlafsäcken bis die Sonne kurz vor 9:00 Uhr aufs Zelt scheint. Kaffee kochen, Spiegeleier zum "znüne"!
11:00 Uhr, wir starten ins Hochlager auf 5350m das wir auch nach 3,5h erreichen. Zwar steht überall geschrieben dass von zwei Hochlager ausgegangen werden sollte, aber wer mich kennt der weiß dass ich von solchen Überlegungen nicht viel halte.

Unser Zelt steht und am nahen Gletscher finde ich auch sauberen Schnee um etwas Tee zu kochen.

Hochlager_5350m
Hochlager unterhalb der Gletscherzunge 5350m
 
24. Dezember 2015 Nachdem wir eigentlich noch gar nicht Akklimatisiert sind entscheiden wir uns den Heilig Abend mit einer Flasche SIDRA im Basislager als Rasttag zu verwenden.
BC_Lagunen
...auf dem Weg ins Basislager imposante Lagunen, die 6000er noch weit weit weg!
 
BC
Heilig Abend im Basislager
 
BC II
"Mär dem Plata" 4600m - Basislager
 
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Am 23.Dezember 2015 wird das Auto voll getankt, Hydroöl für die leke Servolenkung gekauft und los geht's. In dem kleinen Ort Fiambala machen wir einen kurzen Stopp und wundern uns dass es dort sogar am Plaza ein freies WLAN Netz gibt.
Auf der asphaltierten Straße Richtung Paso San Franzisco bis zur Abzweigung mit einem großen Hinweisschild gekennzeichnet „VOLCAN PISSIS 90 KM“ und die Rumpelpiste geht los.
Rumpelpiste
 
Zuerst bis zum Paso Portezuelo de las Lagrimas 4500m. Bei der Abfahrt zur Laguna de los Aparejos bemerkte ich plötzlich ein sehr langes Bremsbedal,  hektisches Pumpen erwirkte eine etwas verzögerte Bremswirkung.
An der Laguna kontrolliere ich mit einem Blick unter das Auto die Bremsleitungen, hinten links war die Bremsflüßigkeit nicht zu übersehen. Es geht ja die nächsten 65km eh nur bergauf und wir fahren weiter.
Nach gut drei Std. Von der Hauptstraße erreichen wir das Basislager „Mar del Plata“ auf 4600m. Das wir alleine sind habe ich schon vermutet, denn frische Spuren von Fahrzeugen waren auf der gesamten Strecke nicht zu sehen. Wir bauen unser Zelt auf und sofort unter das Auto. Die Bremsleitung ist abgebrochen.
Bremsleitung
 
Mit einem Hammer wird diese gequetscht bis sie dicht ist, dann zur Not das in Tinogasta gekaufte Hydroöl hinein und somit sollte einmal provisorisch die Rückfahrt möglich sein.

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Den Alfatest haben wir bestanden!

Am 22.Dezember am Ende der Straße, herauf von Famatina 1650m bis auf 4960m, war die Sturmnacht vorbei. Mehr in den Ecken sitzend im sturmgebeutelten Zelt als schlafend haben wir die Nacht verbracht.
Unsere Entscheidung war bald gefallen und wir fahren die 50 km zurück nach Carrizal. Dann sind wir wieder auf der Asphaltpiste und fahren nach Norden bis Tinogasta. Extrem heiß und bis 21:00 Uhr kein Lokal offen!

 

Auto_Belgrano
 
Sind noch in Chilecito und fahren nun hinauf zur Mina Mejicana
Chilecito_I
Belgrano
 
Chilecito_II
 
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21. Dezember 2015
Hallo,
sind nach gut sechs Std. fahrt auf bestens Asphaltierter Straße in Chilicito angekommen.
Bereits 1904 wurde die 36 km lange Bahn erbaut. Morgen sollten wir dann zur Bergstation, Ausgangspunkt für den BELGRANO.
Lg aus Argentina
Bahn 1904
 
Bahn
 
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Morgen, am 20. Dezember 2015 starten wir und fahren Richtung Norden. Das Wetter passt ja hier in Mendoza, aber der Winter ist in den Bergen noch präsent.
Beim Blick in die Aconcagua Südwand, bei der Fahrt von Santiago nach Mendoza, bin ich fast schwach geworden, solche Verhältnisse gibt es nicht jedes Jahr.
Was soll’s wir haben andere Ziele. Seit gestern haben wir nun auch eine entsprechende Versicherung für unser Auto und können starten.
Bei der Fahrt nach Mendoza geht es ja über die Grenze bei Portillio – Las Cuevas, und da bekommst du den Laufzetel nur mit einer entsprechenden Versicherungspolizze.

Nach all den Problemen bei der Übernahme des Pickup in San Antonio war mir das wurscht und habe dem Polizisten ein Dokument vom Zoll mit Stempel unter die Nase gehalten, Fragen konnte er mich, meine Antworten blieben aus.

 

Nun haben wir uns für die nächsten vier Wochen mit dem Wichtigsten eingedeckt.

 

Unser Plan für die nächsten Tage:

Fahrt von Mendoza über San Juan nach Chilecito, werden wohl ca. 500 km sein.

Dort wollen wir uns etwas Akklimatisieren und den Cerro Belgrano besteigen.

Dann sollte Hl. Abend sein und wir werden eine entsprechende Unterkunft finden.

Jetzt sollte es losgehen mit unserem Projekt, das erste Ziel wird der PISSIS sein.
 

Melden uns dann wieder mit entsprechenden Infos,
hasta luego aus Mendoza!

 
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Start in Santjago, 17.12.2015
Naturbruecke
Sylvia vor der Naturbrücke
 
Mendoza
Puente del Inca, Mendoza
 
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Kontainer -------- Kontainer
...los gehts!!!
Start
 
 
 
 
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Iris Hadbawnik
"Mythos Mount Everest" - Ein Berg wird erobert
Mythos Mount Everest